Horsemanship – Die ersten Erfolge

Letzte Woche habe ich euch den Anfang unserer Horsemanship Laufbahn erzählt. Ich hoffe, ihr habt gespannt auf die Fortsetzung gewartet. Kommen wir nun zum weiteren und aktuellen Verlauf.

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Die ersten Erfolge 

Im ersten Teil “Wofür Horsemanship” habt ihr erfahren, was Merlin und ich schon gelernt und bewältigt haben. Danach haben wir mit dem rückwärts richten begonnen. Dafür haben wir zwei Übungen gelernt. Bei der ersten schiebe ich ihn praktisch mit meinem Mittelfinger und Daumen nach hinten. Dazu lege ich meine Finger auf seinen Nasenrücken und übe Druck aus. Von ganz leicht bis recht fest. Die Zweite Übung ist ganz ohne Berührung. Hier stehe ich vor Merlin und hebe nur meinen Zeigefinger. Er kannte die Übung noch nicht und wusste somit logischer Weise auch nicht was ich erwarte. Die verschiedenen Phasen hier sind steigernde Bewegungen meines Fingers und Arms. Erst bewegt sich nur mein Finger hin und her, dann mein Handgelenk und zum Schluss mein ganzer Arm. Diese Übung macht Merlin total gerne und reagiert auch allein auf meinen angehobenen Finger. Merlin und ich haben eine sehr enge Verbindung schon aufgebaut und darauf bin ich sehr stolz.

Zu Merlin

Merlin ist ein 13 Jahre alter Haflinger. Typisch für ihn ist natürlich das Verfressene. Bei jedem sucht er was zu essen und nimmt alles was er kriegen kann. Er ist auch manchmal echt faul und würde am liebsten den ganzen Tag auf der Wiese bleiben. Wer nicht? Aber das Training und vor allem der Kontakt mit seinen Menschen ist ihm ganz wichtig. Ich hab dieses Jahr mein Abitur gemacht. Da kam es zwangsweise durch das Lernen schon mal vor, dass ich eine Woche nicht kommen konnte. Das fand Merlin total blöd und war mir das auch sehr böse. Im Training war er dann immer total zickig, hat mich provoziert und mich gar nicht mehr ernst genommen. Ich hab es dann mit seinen Lieblings Snacks und ganz viel knuddeln wieder gut gemacht. Merlin ist ebenfalls sehr sensibel. Arbeitet er im Training mal nicht so gut mit oder es funktioniert zwischen unserer Kommunikation nicht so gut, ärgert er sich auch und entschuldigt sich immer direkt. Meist zeigt er das ganz gern mit Kuscheleinheiten. Am meisten liebt er abwechslungsreiches Training, in dem er sich auch beweisen kann.

Besonderheiten 

Es gibt viele Besonderheiten die grade der Reiter beachten muss. Für mich persönlich gibt es zwei, die mir am wichtigsten sind. Als erstes die Handschuhe. Im Training wird nicht immer alles glatt laufen. Es wird vorkommen, dass du und dein Pferd nicht immer einer Meinung seid. Um deine Hände bestmöglich vor Verletzungen zu schützen, sind Handschuhe dein bester Freund. Wichtig für Pferd und Reiter ist die Haltung des Menschen. Stimmt diese nicht mit der Anweisung an das Pferd überein, weiß es nicht was es machen soll. Um diese Kommunikationsprobleme zu vermeiden muss auf die Körperhaltung geachtet werden. Bei entspannenden Übungen sollte der Mensch auch locker stehen und tief ausatmen. Ein Beispiel ist das Friendly Game. Der Name wird euch nichts sagen, aber so heißt die Übung, die ich zu Beginn erklärt habe, in der man das Seil des Sticks über den Körper streichen lässt. Bei fordernden Übungen, wie das rückwärts gehen, steht man grade und bestimmt und atmet tief ein. Somit richtet man sich auf und wirkt dem Pferd dominanter entgegen.  

Jeder Schritt zählt

Grade am Anfang einer neuen Lektion weiß das Pferd überhaupt nicht was von ihm verlangt wird. Genau da ist es wichtig in jeder Anfangsphase jeden noch so kleinen Schritt in die richtige Richtung zu loben. Wenn es nur das runter nehmen des Kopfes ist oder ein Bein nach vorne zu nehmen, alles was richtig ist muss dem Pferd auch gesagt werden das es richtig ist. Allein die Vorbereitung ist ein Lob wert. Das Pferd kennt die Übung noch nicht und braucht deine Sicherheit, dass das was es macht auch richtig ist. Lieber einmal zu viel loben, als einmal zu wenig. Für Merlin war das immer eine große Hilfe und auch wenn man dazu sagen muss, dass er ein kleiner Streber ist, gefiel ihm das loben und er machte viel aufmerksamer mit. Kleiner Fakt am Rande, grabbeln und streicheln finden die Pferde viel besser und natürlicher, als das Klopfen zum Loben. Auf welche Weise lobt ihr euer Pferd? 

Zukunft

Zum Schluss ein kleiner Einblick in meine Zukunftsvorstellungen. Natürlich werden Merlin und ich noch weiter üben üben üben. Ich hoffe ihr auch! Es ist ganz normal mal schlechte Tage zu haben, an denen nicht alles klappt. Die haben wir auch. Wichtig ist aber immer weiter zu machen und sich neu zu motivieren. Ich motiviere mich immer so, indem ich neue Baustellen an Merlin oder mir suche, die ich ausbessern muss. Ich bin sehr perfektionistisch und möchte eine Sache nicht vorher beenden, bis sie perfekt ist. Unser aktuelles Ziel ist Merlins Ausdauer zu verbessern. Habt ihr da vielleicht ein paar Tipps für mich? Ich wünsche mir einfach nur das Merlin und ich ein harmonisches Team werden und sich unsere Verbindung noch weiter aufbaut und stärkt. Nicht nur am Boden, sondern auch im Sattel. Passend dazu hab ich hier für euch eine Serie zum Thema Reiten in Harmonie. Die könnt ihr euch im Anschluss gerne durchlesen. Ich freue mich auf eure Tipps und Anregungen. 

Eure Mirjam.

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