Alte Weisheiten – Wenn das Pferd hustet

Hilfe das Pferd hustet; gerade jetzt, wo das kalte und schmuddelige Wetter anfängt, haben wir immer wieder mit nervigen Erkältungen zu tun. Auch bei unseren Pferden tritt Husten im Winter häufiger auf als im Sommer. Das hat verschiedene Ursachen. Natürlich gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden, aber wer nicht immer sofort zur “Chemie” greifen möchte, oder sein Pferd einfach neben der tierärztlichen Behandlung unterstützen möchte, für den haben wir hier ein paar wertvolle Tipps und Rezepte.

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Husten ernst nehmen!
Gegen Husten ist so manches Kraut gewachsen, und eine Behandlung durch den Pferdehalter nach diesen oder anderen Rezepten der Naturheilkunde ist durchaus erfolgsversprechend. Bedenkt aber, dass Husten eine ernstzunehmende Erkrankung ist, die unbedingt ausdiagnostiziert werden muss, bevor man ihr mit schulmedizinischen Mitteln oder Hausmitteln zu Leibe rückt. Insbesondere wenn das Pferd fiebert – und Fiebermessen sollte bei jedem Huster sein! – muss sofort ein Tierarzt zugezogen werden.

Hustentee
Ideal zur Vorbeugung gegen Atemwegserkrankungen und zur Unterstützung der Therapie bei bereits bestehenden, ist dieses Hustentee-Rezept:
Die Teemischung besteht aus je 25 Gramm Thymian, Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut.
Man brüht den Tee (etwa eine Handvoll Kräuter auf eine Kanne Wasser), lässt ihn 10 Minuten ziehen und gießt ihn dann über das Kraftfutter der Pferde. Die Kräuter können mitgefüttert werden. Sie werden i.d.R. gern gefressen.

Zwiebelsirup
wirkt unterstützend bei Bronchialerkrankungen und auch vorbeugend gegen Husten.
Etwa 8 Zwiebeln in Scheiben geschnitten und mit einem Glas Honig 24 Stunden angesetzt. Mehrmals umrühren!
Von dieser Mischung erhält das Pferd dreimal am Tag drei EL, wer es an sich selbst ausprobieren möchte, kommt mit einem aus. Wenn das Pferd sie mag, können die Zwiebelringe mit verfüttert werden. Ansonsten streichen Sie den Honig durch ein Sieb.
Wenn Sie mehere Tagesrationen auf einmal zubereiten und in Portionsdöschen (Marmeladengläser) abfüllen, ist die tägliche Verfütterung kein Problem. Die Mischung wird mit dem Kraftfutter gern aufgenommen.

Lorbeer für Huster
Bei Reizungen der oberen Luftwege, wie sie durch Heustaub oder nach einem Ausritt durch frischgespritzte Felder gelegentlich auftreten, hilft ein Tee aus Lorbeerblättern und Thymian. Auf eine Kanne Wasser nimmt man zwei EL Lorbeeblätter und einen EL Thymian. Der Tee wird mit kochendem Wasser aufgegossen und muss etwa 10 Minuten ziehen, bevor man das Kraftfutter damit übergießt. Er ist gut für Reiter und Pferd und schmeckt besser, wenn man ihn mit Honig süßt.

Heutauchen
Taucht man Heu für ein allergisches Pferd, so empfiehlt es sich, dem Wasser Kochsalz (Meersalz) oder Viehsalz zuzusetzen. Das verbessert den Geschmack und die Bekömmlichkeit des Heus und sorgt zusätzlich dafür, dass das Wasser nicht zu schnell “umkippt”. Man kann das Tauchwasser also mehrmals (2 bis 3mal) verwenden.

Heu- oder Strohallergie?
Husten “Heuallergiker” weiter, obwohl das Heu nun schon getaucht oder gegen Grassamenheu ausgewechselt wurde, dürfte die Ursache in der Stroheinstreu liegen. Am besten wechselt man sie gegen Sägespäne aus. Futterstroh wird wie Heu getaucht. Am häufigsten löst übrigens Weizenstroh solche Allergien aus, da es oft vom Mehltau befallen ist. Mitunter genügt es also, von der Weizenstroheinstreu zur Hafer- oder Gerstenstroheinstreu zu wechseln.

Inhalieren
Inhalieren als Mittel, den Nasenausfluss bei Atemwegserkrankungen des Pferdes anzuregen, wurde von fortschrittlichen Tierärzten schon 1796 verordnet.

Inhalator schnell gebaut
Ein Inhalator fürs Pferd ist mittels eines kleinen Eimers und einer Kunststoffflasche mit Schraubverschluss leicht gebastelt. Man versieht dazu den Boden des Eimers mit einem runden Loch im Durchmesser des Flaschenhalses und durchlöchert zudem den Schraubverschluss. Der Eimer wird mit einem Strick oder Lederriemen versehen, der ihn am Pferdekopf hält. Nun füllt man die Flasche zu einem Drittel mit warmen (auf keinem Fall heißem oder gar kochendem) Wasser und ein paar Tropfen Eukalyptusöl, japanischem Heilpflanzenöl oder womit immer man inhalieren möchte. Man steckt den Flaschenhals durch den Eimerboden, fixiert ihn dort mittels Schraubverschluss und hängt dem Pferd den Inhalator um. Nach kurzer Gewöunungszeit wird es die Behandlung genießen.

Senfumschlag
Bei Lungenerkrankungen empfahlen alte Veterinäre die Unterstützung der Behandlung durch warme Senfumschläge. Dazu rührte man ein Kilo Senfmehl mit warmen Wasser an und strich die Masse auf ein Leinwandlappen, die man dann auf die angefeuchtete Brust legte. Sie wurden mit Wolldecken und Gurten fixiert und verblieben 2 bis 3 Stunden am Pferd.
Eine Paste aus Senf und Essig wurde auch gern im Kehlbereich des hustenden Pferdes angebracht. Hier werden keine aufwendigen Verbände benötigt. Es genügt, die Kehle des Pferdes (von außenb) zweimal täglich einzureiben. Auch im Rippenbereich rieten Tierärzte des 19. Jahrhunderts zum Senfumschlag.

Fütterung vom Boden
Ein Pferd, das unter Atemwegserkrankungen leidet, füttert man grundsätzlich vom Boden. Unter den leichten Kieferbewegungen beim Kauen entleert sich nämlich der eventuell in den oberen Luftwegen vorhandene Schleim.

Hustenleckstein
500 Gramm Xylit (Zuckeraustauschstoff, u.a. in Reformhäusern und Bio Läden erhältlich)
10 Tropfen Eukalyptusöl
7 Tropfen Anisöl
7 Tropfen Fenchelöl
7 Tropfen Thymianöl
7 Tropfen Kamillenöl
Zerstoßen Sie einen kleinen Teil der Xylitmenge zu Puderxylit. Der Rest wird im Kochtopf erwärmt, bis er zu schmelzen beginnt. Dann fügen Sie die Öle hinzu. Es ergibt sich eine wohlriechende, dickflüssige Masse, die Sie dann in eine vorher mit Puderxylit ausgestreute Form geben. Auch darüber wird Puderxylit gestreut. Im Laufe von zwei bis drei Tagen rekristallisiert sich die Masse, wird fest und kann aus der Form gelöst werden.

Frische Luft für Huster
Hustende Pferde sollten auf keinen Fall den ganzen Tag im Stall stehen. Ruhige Bewegung tut gut und wirkt schleimlösenbd – aber bitte im Gelände und nicht in einer staubigen Reithalle! Optimal ist die Unterbringung des Husters in einem Offenstall. Die Umstellung muss allerdings vorsichtig, idealerweise im Anschluss an einen sommerlichen Weideaufenthalt, erfolgen.

Wenn ihr aus irgendeinem Grund doch bei den “neuen” Produkten bleiben möchten, oder keine Zeit haben selbst etwas für Ihr Pferd zusammen zu brauen, dann wären bestimmt die Pferde – Kräuter von Lexa etwas für euer Pferd. Oder Isländisch Moos, Isländisch Moos kann dank seines hohen Schleimstoffgehaltes den Hustenreiz lindern und kann sich positiv auf Reizungen der Schleimhäute in Rachen, Magen und Darm auswirken. Die leicht antimikrobielle Wirkung der Pflanze unterstützt zudem das Immunsystem und hemmt Entzündungen.
Die Enthaltenden Schleimstoffe helfen festsitzenden Schleim zu lösen. Die Flechtsäure wirkt antibiotisch und entzündungshemmend.

Wenn euch das Thema “Husten – die Krankheit Nr. 1 bei Pferden!” interessiert, solltet ihr diesen Glog-Artikel auf keinen Fall verpassen!!

Lasst uns doch an euren Erfahrungen teilhaben und schreibt ein paar Sätze auf dieser Seite, liebe Grüße, Marika

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