Wie hören Pferde eigentlich? Faszinierende Fakten über die Pferdeohren 🐴👂

Wenn ich mit meinem Pferd im Gelände unterwegs bin, frage ich mich manchmal echt; Wie hören Pferde eigentlich und was mein Pferd wohl alles schon hört, bevor ich überhaupt irgendetwas bemerke. Ein Rascheln im Gebüsch, ein Traktor irgendwo am Feldrand oder das leise Klappern vom Futterschrank, oft reagiert mein Pferd schon Sekunden vorher mit gespitzten Ohren. Und genau das macht das Gehör der Pferde so unglaublich spannend.

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Wie hören Pferde als Fluchttiere?

Pferde hören nämlich völlig anders als wir Menschen. Als Fluchttiere mussten sie über Jahrtausende lernen, Gefahren möglichst früh wahrzunehmen. Deshalb ist ihr Gehör extrem fein entwickelt und deutlich empfindlicher als unseres. Pferde können Geräusche viel früher orten und sogar hohe Frequenzen wahrnehmen, die wir teilweise gar nicht mehr hören.

Besonders faszinierend finde ich dabei die Beweglichkeit der Pferdeohren. Mein Pferd bewegt oft beide Ohren unabhängig voneinander, eins nach vorne, eins nach hinten und ich merke sofort: Es scannt die Umgebung komplett ab. Pferde besitzen dafür rund 16 Muskeln in den Ohren und können diese fast um 180 Grad drehen. Dadurch funktionieren die Ohren wie kleine Antennen.

Gerade beim Reiten merke ich immer wieder, wie wichtig das Gehör für mein Pferd ist. Oft nehme ich etwas erst wahr, wenn mein Pferd längst aufmerksam geworden ist. Ein kurzer Ohrenzuck nach rechts und ich weiß sofort: Da ist irgendwo etwas Interessantes. Pferde hören nicht nur besser, sie filtern auch unglaublich präzise Geräusche heraus. Selbst leise Stimmen oder bekannte Schritte erkennen viele Pferde sofort.

Und ehrlich? Genau deshalb sollte man die Ohren seines Pferdes niemals unterschätzen. Pferde kommunizieren unglaublich viel über ihre Ohrenstellung. Nach vorne gespitzte Ohren bedeuten meistens Interesse oder Aufmerksamkeit. Locker zur Seite geneigte Ohren zeigen oft Entspannung. Werden die Ohren jedoch flach angelegt, sollte man besser aufmerksam werden, dann ist die Stimmung meistens nicht mehr ganz entspannt.

Ich beobachte mein Pferd oft auf der Koppel und finde es immer wieder spannend, wie aktiv die Ohren selbst im Dösen bleiben. Während mein Pferd scheinbar tiefenentspannt grast, arbeiten die Ohren dauerhaft weiter. Schließlich mussten Pferde in freier Wildbahn jederzeit auf mögliche Gefahren reagieren können. Dieses Frühwarnsystem steckt auch heute noch tief in ihnen drin.

  Ohrenspiel beim Dösen in der Box

Pferdeohren sind empfindlich

Was viele übrigens vergessen: Pferdeohren sind extrem empfindlich. Gerade im Sommer können Fliegen oder kleine Insekten die Pferde ziemlich nerven. Deshalb nutze ich bei meinem Pferd besonders gerne schöne Fliegenohren oder Fliegenhauben – nicht nur wegen der Optik, sondern auch, weil mein Pferd dadurch deutlich entspannter wirkt.

Besonders hübsch finde ich aktuell glitzernde Modelle oder Pailletten-Fliegenohren, die Funktion und Style perfekt verbinden. Zum Beispiel diese  beiden handgehäkelten Varianten hier:

Pailetten Fliegenohren 


Oder die Fliegenohren mit Strass


Doch das Gehör ist nur einer der Sinne, mit denen Pferde ihre Umwelt wahrnehmen. Mindestens genauso faszinierend ist ihr Sehvermögen, denn Pferde sehen die Welt ganz anders als wir Menschen. Wie genau ein Pferdeauge funktioniert und warum Pferde manche Dinge erschrecken, erfährst du im nächsten Artikel: Die Augen des Pferdes – wie sieht ein Pferd seine Umwelt…?

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