Pferde richtig Anweiden

Pferde, die auf saftigen grünen Wiesen grasen oder miteinander spielen … dieses Bild gehört in unserer Gesellschaft einfach dazu. Im Winter haben nur wenige das Glück, dass die Pferde draussen auf den Wiesen sein dürfen. Daher sollte man nach der Winterzeit die Pferde richtig anweiden.

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Umso mehr freuen wir uns auf die Weidesaison. Verständlicherweise ist dann bei unseren Vierbeinern der Heißhunger auf das frische Grün sehr groß! Doch gerade das birgt ein enormes Risiko für die Gesundheit unserer Pferde. Um sie vor unnötigen Koliken, Kotwasser oder anderen Verdauungsproblemen zu schützen, sollten wir also frühzeitig und langsam mit dem Anweiden beginnen.

Warum ist das langsame Anweiden so wichtig?

Die meisten Pferde verbringen den Winter im Stall, in der Reithalle und gegebenenfalls auf einem Auslauf Paddock). Die Winterfütterung beinhaltet hauptsächlich Heu, Stroh und Kraftfutter.

Durch das rohfaserreiche Futter sind kaum noch Darmbakterien vorhanden, die das Pferd für die Verdauung von frischem Gras braucht. Diese Darmbakterien müssen sich durch kontrolliertes und langsames Anweiden erst wieder vermehren.

Wenn die Futterumstellung zu schnell erfolgt, kann es zu Durchfall und schweren Koliken kommen.

Ein weiteres Risiko für die Pferdegesundheit ist der hohe Nährstoff- und Eiweißgehalt in dem jungen, frischen Gras. Sobald die Sonne mehr scheint und es draußen wärmer wird, produziert das wachsende Gras einen höheren Gehalt an Eiweiß, Fructanen, Kohlenhydraten und Stärke.

Bei einer zu schnellen Futterumstellung kann es deshalb schnell zu einem Eiweißüberschuss und zur Übersäuerung im Darm kommen, wodurch  Leber und Niere, sowie der Stoffwechsel sehr stark belastet werden. Folge davon sind nicht selten angelaufene Beine, Durchfall, Koliken, Huflederhautentzündung bis hin zu Hufrehe.

Wie weide ich mein Pferd richtig an?

Zum richtigen Anweiden der Pferde sollten wir 2 bis 4 Wochen einplanen. Je länger und langsamer umso besser.

Wichtig ist, dass Ihr regelmäßig, also jeden Tag mit deinem Pferd an der Hand grasen gehen. Nur wenn die Mikroorganismen im Darm täglich Gras verwerten, kann sich das Verdauungssystem auf Frischfutter umstellen. In den ersten Tagen beginnen Sie mit 10 Minuten grasen und steigern die Fressdauer etwa alle zwei Tage um 5 – 10 Minuten, so dass nach 2 bis 3 Wochen bei ca. einer Stunde grasen angelangt sind. In der ersten Woche solltet Ihr am vorsichtigsten sein und die Dauer nur langsam erhöhen.

Wenn Dein Pferd an eine Stunde grasen gewöhnt ist könnt Ihr es auf eine Koppel stellen. Idealerweise trennt Ihr ein Stückchen von der Weide ab. So kann sich Dein Pferd nicht so leicht überfressen und Ihr erleichtert zusätzlich das Einfangen. Steigert nun die Weidedauer ganz allmählich in Schritten von 30 bis 60 Minuten.

Nach etwa 4 Wochen kann Dein Pferd dann ganztägig auf die Weide. Gebt Euren Pferden anfangs vor dem Weidegang genügend Heu zu fressen. Wenn sie bereits satt sind, stürzen sie sich nicht so gierig auf das frische Gras. Aber füttert vor dem Weidegang kein Kraftfutter. Die Kombination Kraftfutter und eiweißreichem Gras führt schnell zu Fehlgärungen.

Beobacht Eure Pferde aufmerksam in der Zeit des Anweidens und auch danach. Bei Anzeichen von Unwohlsein holt das Pferd lieber direkt von der Weide. Lieber einmal zu viel aufgepasst, als einmal zu wenig!

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Hat jemand von Euch schon mal zu kurz angeweidet und damit die Gesundheit des Pferdes gefährdet ? Oder habt ihr andere Tipps zum Pferde-Anweiden? Berichtet mal von Euren Erfahrungen…

Eine andere Möglichkeit das Pferd schon an zu weinen ist es mit einem Maulkorb rauszustellen, es sollte aber trotzdem nicht von jetzt auf gleich über einen längeren Zeitraum mit dem Maulkorb rausgestellt werden. Auch da ist es wichtig schonend anzufangen. Es ist nur eine Hilfe dass das Pferd sich nicht überfrisst.

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