Oft gefürchtete Gallen beim Pferd

Wer kennt es nicht? Beulenartige Verdickungen an Gelenken, Sehnen oder Schleimbeuteln. Sie entstehen meist am Fessel-, Sprung- oder Kniegelenk. Die all zu oft gefürchteten Gallen.

Die GALLEN

Sie bestehen aus überflüssiger Flüssigkeit, die entweder zuviel produziert oder nicht schnell genug abgebaut wurde.
Bleiben sie schön weich, stören sie die meisten Pferde nicht und es ist “nur” ein optisches Problem. Es kann sogar sein, dass sie auf einmal verschwunden sind, dann hat das umliegende Gewerbe die Flüssigkeit aufgesaugt. Sollten sie sich jedoch verhärten, warm oder druckempfindlich werden kann es oft zu Schmerzen und im schlimmsten Fall auch zu Lahmheit führen. Deshalb ist es besonders wichtig Gallen stehts im Auge zu behalten und auf Ursachenforschung zu gehen.

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Mögliche Ursachen

Grundsätzlich kann man sagen, dass die oft gefürchteten Gallen darauf hinweisen, dass ein entzündlicher Prozess im Gelenk zugange ist. Die Gelenkflüssigkeit (Synovia) schmiert das Gelenk, versorgt den Knorpel und transportiert Stoffwechselprodukte ab. Bei permanenter Reizung steigt die Flüssigkeitsproduktion und der Abtransport hält nicht mehr mit und das Gelenk füllt sich. Ständige Reitze können entstehen durch, dauernde Überbelastung, nicht ausreichende Warmreitphase oder zu langes arbeiten auf zu hartem oder weichem Boden auch angeborene Fehlstellungen können zu dauerhafter Strapazierung der Gelenke, Sehnen und Sehnenscheiden führen. Auch deshalb ist auf eine professionelle Hufpflege von Anfang an zu achten!

Gallen am Sprunggelenk, die s.g. Piephacke entsteht gern bei Pferden die gegen Boxenwände treten, was eben auch eine Überreizung  des Gelenks bedeutet. Hier ist die Lösung ganz einfach, Gummimatten an den Wänden könnte für Abhilfe sorgen. 
Anstoßen an Hindernis- oder Paddockstangen kann als Ursache in Frage kommen. Desweiteren kann die Gelenkflüssigkeit auch durch Zerrung und/oder Quetschungen und die dadurch beschädigte Gelenkkapsel heraustreten und zu Gallen führen.

Ein oft gehörter Satz ist oft: “Einmal Galle, immer Galle”

Ja, stimmt, denn auch ohne Entzündung bleiben die Beutel zurück. Da sich das Gewebe durch die Flüssigkeitsansammlung einmal ausgedehnt hat. Außerdem neigen Pferde mit schwachem Bindegewebe verstärkt zu Gallen!

Ein weiterer Grund für Gallen kann die Fütterung sein:

Flüssigkeitsansammlungen können auch bei Überfütterung von Eiweiss entstehen. Manche Pferdebesitzer erklären oft, das die Gallen während der Weidezeit oft dicker als im Winter sind. Bei zu viel jungem Gras kommt es meist zum Eiweißüberschuss, was den Stoffwechsel und die Entgiftungsorgane  belastet. Der Körper übersäuert und nicht neutralisierte Giftstoffe aus dem Stoffwechsel werden in Binde- und Knorpelgewebe abgelagert und können zu Entzündungen führen, die dann zu Symptomen wie Gallen enden.
Das gilt auch für zu eiweißreiches Kraftfutter. Auf ein hochwertiges Mineralfutter, das den Körper mit  Vitaminen und Mineralien vorsorgt, sollte unbedingt geachtet werden.
Es sollte auch unbedingt darauf geachtet werden, ob die Flüssigkeit so abtransportiert wird, wie es nötig ist. Gemeint ist, hat das Pferd genug Bewegung? Pferde die zuviel in der Box stehen, neigen ebenfalls zu Gallen. Daher ist es wirklich wichtig dass Pferde, ihrem Naturell entsprechend, reichlich Bewegung haben!!

Um bei jungen Gallen Erfolg zu haben, sollte man unbedingt versuchen sie weich zu halten und sie evtl. wieder abzubauen. Dafür ist es unumgänglich die Durchblutung anzuregen!
Kälte in Form von Kühlgel oder abspritzen und Kühlwassergamaschen bei warmen Gelenken. Ist das Gelenk kalt also grad kein entzündlicher Prozess im Gang helfen Keramikgamaschen, da sie die Eigenwärme des Pferdes reflektieren und so für dauerhafte Wärme sorgen!

Wer von Euch kennt das “Problem” was habt ihr für Lösungen gefunden?Wir würden uns über viele Erfahrungsberichte und Kommentare freuen;) 

 

  

 

 

 

 

 

 

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