Mama sein, Familie haben und dann Pferdebesitzer sein! Geht das überhaupt?

Ich würde sagen: “Ja, das geht”. Ich selber bin Mama von 2 Kindern und besitze, mit zwischenzeitlicher kurzer Unterbrechung, seid ca. 13 Jahren auch ein Pferd. Meine Kinder sind zwar mittlerweile 19 und 12 Jahre alt und rückblickend würde ich sage, die Zeit haben wir gut gemeistert.

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Das wichtigste was man braucht, ist ein Partner mit seeehr viel Verständnis für dieses doch sehr zeitaufwendige Hobby. Bei uns hat das alles im großen und ganzen gut geklappt, erschwert kommt bei uns allerdings noch hinzu, das mein Mann auch noch eine Pferdehaarallergie hat. 😜

Wichtig ist auch, einen Stall zu haben wo das Stallklima besonders gut ist, bzw. dass du dort Leute hast, die du im Notfall immer mal spontan ansprechen kannst. Weil glaubt mir, das wird immer mal wieder passieren, z.B. wenn das Kind auf einmal krank ist o.ä.
Auch eine tolle Reitbeteiligung kann dir viel Erleichterung verschaffen. Ich hatte die ersten Jahre eine wirklich ganz tolle Reitbeteiligung. Als wir uns kennenlernten war sie 12 Jahre alt mit 14 Jahren hat sie dann als Reitbeteiligung auf meiner damaligen Stute angefangen und war immer in Begleitung ihrer Mutter (selbst ein tolle Reiterin). Als sich unser damaliger Stall aufgelöst hat musste ein andere Lösung her. Meine Tochter war da grad in einem Alter, wo es schwierig war zu reiten (wenn sie mit war). Bis dahin ging das immer noch sehr gut, da sie immer schön brav im Kinderwagen geschlafen hat, wenn ich auf dem Pferd saß. Diese Zeiten gingen aber langsam zu Ende. Kurzerhand, hat die Familie das Pferd zusammen mit ihren eigenen ganz in ihrer Nähe untergebracht, was für mich 50km Strecke war. Die Vereinbarung war dann, ich fahre einmal die Woche und den Rest kümmerte sich meine “kleine RB”.  Diese Situation war von vorne herein auf ein halbes Jahr begrenzt, weil bei uns dann der Kindergarten los ging und die RB dann ihre Ausbildung startete. Mit Beginn der Kindergartenzeit wurde jedoch schon vieles einfacher. Reitbeteiligungen hatte ich dann zwar immer noch, aber nur 1 oder 2 mal die Woche!
Ohne würde ich sagen, geht es fast nicht oder eben sehr schwierig. Mit der Zeit entwickelte mein Tochter auch den “Pferdevirus”, das hat mich natürlich sehr gefreut. Doch leider stellte sich sehr schnell heraus, dass meine Stute nicht für Kinder geeignet war. Dieses hochsensible Pferd erschreckte sich schnell oder war total verunsichert, bei dem Rumgewusel, springen und “schreien” eines Kindes. Ich habe dann mit schwerem Herzen den Endschuss gefasst mich von diesem Pferd zu trennen.
Zum Glück hab ich durch viele persönliche Gespräche und Engagement einen ganz tollen Platz bei einer wundervollen Familie gefunden. Dann bin ich auf die Suche gegangen. Das “richtige” Pferd für die Familie zu finden ist auch ein nicht zu verachtender Faktor wenn man mit ruhigem Gewissen Mama sein und Pferd besitzen unter einen Hut bringen möchte.

Am Ende ist mir mein mittlerweile 11 jährige Quarter Horse Wallach “Mucky” vor die Füße gefallen.  Der hat sich im Laufe der Zeit als richtig tolles “Familienpferd” bewiesen.

                           Mein Mucki und meine Tochter

Mich trägt er sicher, und wenn ich mir auch Mühe gebe und konzentriert bin, halbwegs Erfolgreich durch diverse Reining Prüfungen und für meine Tochter ist er ein  Freund und toller Lehrmeister. Wenn ich im Vorfeld auch geschrieben habe, dass er mir vor die Füße gefallen ist. Hab ich damit nicht gemeint dass die Suche nach dem richtigen Pferd einfach war. Oft bin ich von den Pferden wieder weg gefahren und war traurig weil ich mich direkt schockverliebt hatte aber eben auch wusste; das ist nicht das Richtige für dich.

Beim Pferdekauf  darf man nicht nur mit dem Herzen entscheiden. Ich persönlich habe mir eine Liste gemacht, mit dem was ich wollte und eben auch was ich auf gar keinen Fall wollte. Das Budget habe ich auch festgelegt.

Wenn ihr mehr über das Thema “Pferdekauf” wissen möchtet und was dabei zu beachten ist, könnt ihr in dem folgenden Blogartikel “Der Pferdekauf”  nachlesen. Denn vor allem als Familie oder Mutter mit kleinen Kindern sollte man auf das richtige Pferd setzte. Man sollte ein ruhiges Pferd haben, auf dem vielleicht der Nachwuchs das Reiten mal erlernen kann oder es sehr brav ist und somit auch die Kids nicht gefährdet werden, wenn Mami sie mit zum Stall nimmt. 

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns von euren Erfahrungen als “Mama mit  Pferd” berichtet, natürlich dürfen sich auch die Väter beteiligen. Musstet ihr evtl. ein Pferd abgeben weil ihr das mit Familie, Job nicht unter einen Hut bekommen habt?
Wir freuen uns auf viele Kommentare, eure Katja vom Horseland-Team

 

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