Der Traum vom eigenen Fohlen – Die Jungpferdeaufzucht

Viele Reiter haben den Traum vom eigenen Fohlen 🥰 Einmal ein Pferd von Anfang an begleiten. Das ist ein sehr spannendes Projekt, welches aber auch schnell mit Frust und Verzweiflung enden kann. Deswegen haben wir euch in der Reihe “Der Traum vom eigenen Fohlen” ein paar Anhaltspunkte zusammengestellt, damit ihr euren Traum vom eigenen Fohlen auch in vollen Zügen genießen könnt. Worauf sollte man bei der Jungpferdeaufzucht besonders achten?

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Die Aufzucht

Die wenigsten Pferdebesitzer können ihr Pferd mit zu sich nach Hause nehmen. Deswegen stehen die meisten Pferde an Reitställen, Offenställen, Privatställen oder beim Bauern auf der Wiese, wo genug Platz und Futter sowie Möglichkeiten zur Bewegung der Pferde vorhanden sind. Wie bringt man aber ein Fohlen unter, was erst noch ein Reitpferd werden will?

Bis das Fohlen sechs Monate alt ist, steht es ohnehin bei dem Züchter mit der Mutterstute zusammen. Im Idealfall hat der Züchter mehrere Stuten mit Fohlen bei Fuß, sodass euer Fohlen gleich von Geburt an in einer Herde groß werden darf. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Stuten gesund und gepflegt aussehen und vom Züchter mit genügend Raufutter und dem nötigen Zusatzfutter unterstützt werden, damit euer Fohlen über die Muttermilch in den ersten Monaten bestens versorgt wird. 

Das Absetzen

Habt ihr ein Fohlen beim Züchter gekauft, bleibt es bis zum “Absetzen”, also der Zeitpunkt, wenn das Fohlen und die Mutter getrennt werden, beim Züchter. Der Zeitpunkt des Absetzens erfolgt in der Regel mit einem Alter von sechs Monaten, damit die Mutterstute erneut ein Fohlen für die nächste Saison bekommen kann. Je nachdem, ob die Stute schnell wieder fohlen soll, oder der Züchter lediglich ein Fohlen aus seiner liebsten Stute ziehen wollte, kann das Absetzten auch erst in einem Alter von 1- 1,5 Jahren erfolgen. Aber frühstens nach sechs Monaten könnt ihr euer Fohlen dann abholen und in eine Jungpferdeaufzucht bringen.

Hengst- oder Stutfohlen zur Aufzucht?

Eine Jungpferdeaufzucht unterscheidet sich zumeist nach dem Geschlecht eures Fohlens. Hengstfohlen haben besondere Ansprüche an den Aufzuchtsplatz und werden meistens in einer Gruppe Junghengste im gleichen Alter gehalten. Ältere Pferde werden von aufmüpfigen Junghengsten oft gescheucht oder provoziert und das Verletzungsrisiko erhöt sich dadurch. Deswegen bleiden junge Hengste vom Absetzen an, bis drei- oder vierjährig in der gleichen Gruppe, bis sie dann ausziehen um ihre ersten Schritte zur Vorbereitung als zukünftiges Reitpferd zu gehen. Hier findest du noch einen spannenden Blog-Artikel zu der Ausbildung des Jungpferdes.🧐😁

Stutfohlen hingegen können einfach in eine bestehende, gemischte, oder auch reine Stutenherde eingegliedert werden. Dabei können Pferde aller Altersgruppen vorhanden sein, es sollten aber auch gleichaltrige Spielgefährten mit dabei sein. Ältere Pferde (Stuten oder Wallache) geben dann Sicherheit und übernehmen sogar einen Teil der Erziehung.

Checkliste

Bei einem guten Aufzuchtsplatz für euer Fohlen sollten also:

  • gleichaltrige Spielgefährten vorhanden sein
  • genügend Platz zum Spielen und Toben
  • Rückzugsorte zum Schlafen und Fressen
  • Die Möglichkeit auch mal Verletzungen auskurieren und behandeln zu können
  • tägliche Kontrolle und täglicher Kontakt mit Menschen
  • immer ausreichend Raufutter und sauberes Einstreu vorhanden sein

Dann solltet ihr noch darüber nachdenken, wie oft ihr euer Fohlen besuchen könnt. Soll der Stallbetreiber auch die Vorstellung beim Hufschmied und Tierarzt für euch übernehmen, müsst ihr das vorher mit ihm absprechen. Wollt ihr euer Fohlen beim Wachstum mit Aufzuchtsfutter / Mineralfutter unterstützen, solltet ihr euch vorher mit dem Stallbetreiber darüber austauschen, ob tägliches Füttern möglich ist und gegebenenfalls übernommen werden kann. Das Junior Mineral von Lexa kann beispielsweise zur Unterswtützung im Wachstum gefüttert werden.

Und denkt daran, dass euer Fohlen nicht drei Jahre in der Ecke steht und ihr euch überhaupt nicht kümmern müsst! Es verursacht auch als Absetzer schon ein hohes Maß an Kosten und ihr solltet auch genügend Zeit einplanen um euer Fohlen regelmäßig zu besuchen, damit ihr euch auch reichtig kennenlernen könnt 😊

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