Bodenarbeit im Freien – Kreative Ideen für das Training in der Natur

Durch Bodenarbeit, vorallem Bodenarbeit im Freien lernen wir, unsere Körpersprache gezielt einzusetzen und die Reaktionen unseres Pferdes richtig zu interpretieren. Dadurch kannst du dich im konsequenten Umgang üben und die Aufmerksamkeit gegenüber deinem Pferd verbessern. Bodenarbeit kann dich zu einer besseren Führungspersönlichkeit machen und dein Pferd übt sich in deiner Nähe in Sicherheit und Komfort. Diese beiden Eigenschaften benötigst du, wenn ihr in die Natur gehen wollt, um mal was Neues auszuprobieren

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Bodenarbeit im Freien bietet Abwechslung

Ich liebe es immer mal wieder etwas Abwechslung in den Pferdealltag einzubauen. Mit ein bisschen Kreativität kannst du supercoole Trainingseinheiten mit deinem Pferd im Gelände absolvieren. Dabei geht es weniger darum, auf Berge oder Anhöhen zu klettern, als vielmehr darum, immer mal wieder abwechslungsreiche Wege zu suchen. Ein ausgefahrener Feldweg oder ein wurzelüberzogener Waldweg reichen dabei völlig aus.

Beginne vorab mal damit, euch beim nächsten Spaziergang zu beobachten! Wer gibt das Tempo vor? Ist die Aufmerksamkeit deines Pferdes auf dich oder eher auf den nächsten Grashalm gerichtet? Fordere dein Pferd aktiv auf, mit raumgreifenden Schritten über „Stock und Stein“ oder „Berg und Tal“ mit dir zu laufen. Wechsle bewusst das Tempo, und erlange somit mehr Aufmerksamkeit. Gerade wenn dein Pferd eher neben dir hertrottet oder stolpert, wird es dir helfen gezielte Tempounterschiede einzubauen.

Nun möchte ich dir ein paar schnelle und einfache Tipps geben, wie du dein Pferd in Kopf und Körper in der Natur fordern kannst.

  1. Stangentraining in der Natur

Dicke Baumstämme aber auch Äste dienen zur Gymnastizierung, aber auch zum Gelassenheitstraining.
Ich lasse mein Pferd immer wieder bewusst jedes Bein anheben und absetzen, um darüber zu steigen. Mache in der Mitte ruhig auch mal eine kurze Pause, sodass der Baumstamm zwischen den Vorder- und Hinterbeinen liegt. Oder ihr geht zwischen den Bäumen in wilden Schlangenlinien durch. Bei all den Übungen seid ihr ständig in der Kommunikation und dein Pferd muss sich in alle Richtungen biegen. Bei all den Übungen kannst du wunderbar beobachten, welche Muskeln dein Pferd dabei einsetzt.

  1. Kleine Zirkuslektionen

Suche einen Baumstumpf, der nicht allzu hoch ist und lasse dein Pferd sich mit den Vorderhufen raufstellen. Falls die Verständigung noch nicht gleich vorhanden ist, helfe ich meinem Pferd immer dabei und hebe ein Bein auf den Baumstamm, dass andere folgt dann meist von alleine. Eine Belohnung im Anschluss darf natürlich nicht fehlen.

  1. Kleine Dressurübungen in der Natur

All die Dressurlektionen, wie Seitengänge, Schulterherein oder Schenkelweichen kannst du auch in der Natur machen. Suche dir dafür ein geeignetes Plätzchen aus, eine Hecke oder ein Zaun bieten sich dafür bestens an. Somit hast du eine natürliche Begrenzung und dein Pferd läuft vorne nicht weg. Wer schon etwas geübter ist, kann auch einen Grünstreifen als optische Barriere nutzen.

  1. Spiegle mich

Bei dieser Lektion versuchst du über die Spiegelung deiner Körpersprache, dein Pferd dazu zu bringen, die Lektion auszuführen. Versuche hierbei verschiedene Bewegungen abzufragen und beschränke dich bei der Signalgebung lediglich auf deine Körpersprache. An der Reaktion deines Pferdes wirst du schnell merken, wie anstrengend diese Übung für den Kopf des Pferdes ist.

  1. Bergtraining

Im Gelände findest du oft Wege, die bergauf und bergab führen. Hier kannst du Rückwärtsrichten üben. Je nach Steigungsgrad fordert es dem Pferd viel Kraft ab. Beim Bergauf solltest du dein Pferd langsam, aber energetisch aus der Hinterhand heraustreten lassen. Beim Bergab sollte dein Pferd langsam, aktiv und gerade laufen.
Achte aber unbedingt darauf, dass das Bergauf und Bergab supergut für die Muskulatur ist, aber gleichzeitig auch sehr anstrengend für dein Pferd ist. Je nachdem wie fit es ist, fange mit ein paar Schritten an und steigere dich langsam.

Du fragst dich; wozu as Ganze.. Ich will ja nur reiten oder aufs Turnier. Vor einiger Zeit haben wir uns genau damit befasst und gefragt “Wozu überhaupt Bodenarbeit?” Das erklären wir euch ausführlich in diesem Blogartikel. Ihr solltet ihn unbedingt lesen. 

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem heutigen Beitrag ein wenig Abwechslung bei der Bodenarbeit aufzeigen und du und dein Pferd habt Spaß bei eurem nächsten Ausflug in die Natur. Wie immer freue ich mich auf Ideen, Vorschläge und Inspirationen darüber, wie dir mein Beitrag gefallen hat und welches Thema dich vielleicht auch mal interessieren würde.

 

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