Achtung Würmer

Achtung Würmer – Häufig wird das Entwurmen über den Stallbetreiber organisiert und durchgeführt. Wieso das Entwurmen überhaupt nötig ist und warum es dabei auf den richtigen Zeitpunkt und die richtige Durchführung ankommt, damit die Würmer keine Chance mehr haben, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

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Warum ist das Entwurmen überhaupt notwendig?

Würmer sind Parasieten, die sich meistens im Magen-Darmtrakt der Pferde ansiedeln. Die Würmer legen Eier, die das Pferd dann über den Kot wieder ausscheidet. Manche Wurmeier können dann Monate in der Umgebung überdauern, bis sie über das Gras von den Pferden wieder aufgenommen werden und der Kreislauf erneut beginnt. Somit nehmen die Pferde die Wurmeier beim Grasen auf. Andere Wurmarten werden aber auch über die Fellpflege oder den Kontakt mit dem Kot anderer Artgenossen aufgenommen. Dadurch ist die Ansteckung bei Pferden sehr hoch. Jedes Pferd wird in seinem Leben also mit den lästigen Parasieten unweigerlich in Kontakt kommen.

Wie behandelt man Würmer?

Um mit Sicherheit sagen zu können, dass euer Pferd einen akuten Wurmbefall hat, muss eine Kotprobe analysiert werden. Ihr könnt dazu eurem Tierarzt eine Kotprobe mitgeben, oder ihr schaut nach einem Labor, an welches ihr selbst den Kot eures Pferdes zur Analyse schickt. Erst nach dieser Kotprobe kann eine passende Wurmkur gegen die bestimmte Wurmart verabreicht werden. Früher hat man die Wurmkuren einfach vier mal im Jahr prophylaktisch verabreicht. Dieses Verfahren ist heute seltener geworden, weil die Parasieten gegen die Wurmkuren immer resistenter werden. Daher gilt, so wenig wie möglich entwurmen, aber so oft wie nötig. Nach der Gabe einer Wurmkur empfiehlt es sich, eine Darmsanierung vorzunehmen, weil die Medikamente in der Wurmpaste auch alle “guten” und wichtigen Bakterien im Darm abtöten. Dafür kann eine Kur von Mash oder Leinsamen besonders hilfreich sein. Über die Vorteile vom Mash kannst du dich hier noch einmal genauer informieren 😁

Kann ich selbst erkennen, ob mein Pferd Würmer hat?

Ja! Nicht selten haben die Pferde Durchfall, Verstopfung, Kotwasser und leiden unter Apetitlosigkeit. Wenn dein Pferd Gewicht verliert, obwohl du die Futterrationen sogar angehoben hast und das Fell stumpf ist, können das ebenso Anzeichen sein, dass dein Pferd eventuell an Würmern leidet, wie das Scheuern der Schweifrübe. Fieber, Koliken und Magengeschwüre sind dann Symptome, die lebensgefährlich werden können, wenn sie nicht behandelt werden.

Würmern vorbeugen 

Ihr solltet also drei – vier Mal im Jahr eine Kotprobe einschicken und auf Wurmbefall hin analysieren lassen. Spätestens aber wenn ihr den Verdacht habt euer Pferd könnte wegen der genannten Symphtome eventuell verwurmt sein. Dann sollte auf Sauberkeit im Stall und auf der Weide geachtet werden. Das oberste Gebot dabei ist das regelmäßige Abäppeln. Auch eine Überweidung der Wiesen sollte vermieden werden. Das bedeutet, dass ihr euren Pferden verschiedene Weiden zur verfügung stellen könnt und ungenutzte Weidefläche ruhen kann. 

Worauf ihr auch achten solltet ist, dass ihr die Futter und Wassertröge euer Pferde regelmäßig reinigt, um Würmer vorzubeugen. Je weniger Pferde ihr auf einer Fläche haltet, desto geringer ist die Gefahr von Infektionen. Außerdem sollte kein Pferdemist auf die Weideflächen gedüngt werden, da so die Würmer wieder aufgenommen werden.

Mein Pferd hat Würmer, ab wann zum Tierarzt?

Eher früher als später! Es ist immer ratsam einen Tierarzt um Rat zu bitten, da es sehr viele unterschiedliche Symptome gibt, und der Tierarzt so die Symptome rechtzeitig diagnostizieren und behandeln kann. Der Tierarzt behandelt Würmer mit einer Wurmkur die je nach Wurmart verabreicht wird.

Wie oft lasst ihr im Jahr euere Pferde auf Würmer testen? Oder hatte euer Pferd schon einen Wurmbefall? Lasst uns doch gerne in den Kommentaren darüber schreiben und uns austauschen.

Wir freuen uns von euch zu lesen 😍🐴

 

 

 

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