Wir stellen Euch unsere Pferde vor

 Dieses Mal möchten wir Euch hier unsere eigenen Pferde vorstellen, damit Ihr auch mal einen Blick hinter die Kulissen werfen könnt. Wir sind Pferde-Frauen durch und durch…

Katharina Samorski

 

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Ich habe die Ehre den Anfang zu machen, mein Name ist Katharina Samorski, bin 37 Jahre alt und habe insgesamt 4 Pferde. Vorstellen werde ich heute mein Hauptpferd Bilbo,das ist der arme Kerl der mit mir und meiner Trainerin arbeiten muss. Die anderen sind noch zu klein zum arbeiten. Das sind Monty, ein 4 jähriger Schwarzwälder Kohlfuchs, am Anfang seines Reitpferde daseins, River 2 jähriger Fjordhengst, das schlimmste Alter und nur Faxen drauf und die 4 jährige Shettystute Peggy, auch nur Unsinn drauf und keine Litze bietet ihr Einhalt. Dieses verkleidete Ritterpony auf der Seite vom Blog, dass ist mein Bilbo. Er ist leider so angezogen, weil er ein extremer Ekzemer ist. Nur mit Decken lässt sich der Teufelskreis des Juckens unterbrechen (wie man ganz rechts unten auf der ersten Seite sieht, auf dem Bild wird Bilbo mit Fliegendecke geritten). Bilbo ist am 23.03.2007 geboren, sein Vater ist ein Quarter, seine Mutter eine Wuchtbrumme von Haflingerstute. Mit 1,53 und 578 kg ist er ein kompaktes kräftiges Pony. Gekauft habe ich Bilbo an Heilig Abend vor 8 Jahren, in der Nähe vom Nürburgring. Da war er gerade ein Absetzer. Wir sind mit Mann und Maus und Hänger natürlich zum Nürburgring gefahren und haben ihn eingeladen. Dann durfte er 3 Jahre lang das „Süße nichtstun“ genießen und meine anderen Pferde aufmischen. Aber wie das so ist, die Rasselbande lernt von jedem Neuem dazu…hinterher hatte Bilbo den Alten noch was Neues bei gebracht und meine Alten haben Ihm altbewährtes gezeigt… Dann haben wir mit Spazierritten als Handpferd begonnen. Im Winter war damit dann Schluß, er wußte nicht mehr wohin mit seiner Kraft…dass hieß : Arbeitslager… Seitdem steht er als mein Sparringspartner auf Gut Selkinghausen. Hier muß er 3-4 mal die Woche trainieren, gerne gehen wir ab und an auch ins Gelände. Dabei ist die freie Wildbahn wesentlich ungefährlicher als die Gespenster in der Halle.  Mein Ziel ist es mit Bilbo das silberne Reitabzeichen und den Trainer B zu reiten. Im Gegensatz zu meinem ersten Pferd, mein heißgeliebter Beppo, ist Bilbo sehr sensibel, fein zu dirigieren, ob beim Reiten oder bei der Bodenarbeit und immer bemüht mitzuarbeiten. Auch seine Kondition ist sehr beieindruckend. Nur ab und an sind die Monster in der Halle doch etwas anstrengend.

Bilbo bei der Bodenarbeit  – er bleibt ziemlich cool und unerschrocken!

 

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Marika Moga

So, von Bilbo nun zu uns; ich bin Marika Moga und zu mir gehört der westfälische Fuchswallach Dawiano von Dinard L!  Dawiano kam, sah und siegte! Er ist seit ca. 7 Jahren in meinem Besitz.Gekauft habe ich ihn mit 5 und nun ist er 12Jahre alt, ca. 164cm groß (er kann sich aber viiiiiiel größer machen und alle denken er wäre riesig – nein das ist er aber nicht) und meint vor seinen Stuten er wäre noch Hengst. Zu dem Zeitpunkt als ich ihn kennenlernte hatte ich ein anderes Pferd, welches aber nicht wirklich „meins“ war. Dieses Pferd war (ist immer noch, vor 5 Jahren ein neues Heim gefunden und super glücklich mit seiner neuen Besitzerin) schick und super brav  – aber es war einfach nicht „mein“ Pferd. Wir waren nicht auf einer Wellenlänge und daher hatte ich stets  das Bedürfniss mich nach einem anderem Pferd umzusehen. Innerlich war ich einfach nicht zufrieden und so geschah es; wir sind zum Reitunterricht zu unserem damaligem Reitlehrer gefahren, diesmal war ich alleine ohne Pferd unterwegs und wollte eins von seinen Pferden reiten. Da stand er, Dawiano, ein kleiner frecher Fuchswallach, der grad zum Anreiten bei meinem Reitlehrer war. Zappelphillip hoch zehn und rotzfrech! Aber es war um mich geschehen, ich sah ihn und wusste das ist „mein“ Pferd! Damals 5 Jahre alt, grad 2 Wochen unter dem Sattel, durfte ich ihn in der Dressurstunde reiten und die war wirklich ein Abenteuer, denn er hatte panische Angst vor anderen Pferden und machte auf dem Absatz kehrt wenn uns jemand entgegen kam oder er stoppte mit allen Vieren und blieb einfach stehen… je nachdem was ihm grad in den Sinn kam. Ein halbes Jahr später stand er dann in meinem Stall, ich glücklich wie Oskar und die Probleme fingen an. Wie schon erwähnt; saufrech, ein absoluter Kleber und hibbelig. Er konnte keine Minute ruhig stehen und alleine mit mir sein ging gar nicht. Er hat alles versucht um zu seinen Kumpels zu kommen – egal ob ich drauf saß oder nicht.

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Gelände & Weidegang kannte er gar nicht, stand immer nur in seiner Box, rechts und links von ihm ein Kumpel der ihm Sicherheit gab

.  Es hat mich

einige Jahre Nerven, Geduld und viel Arbeit gekostet bis aus ihm ein Verlasspferd wurde (mit dem ich sehr gerne alleine ins Gelände gehe) und wir ein Team geworden sind. Die Dressurarbeit, alleine in der Halle oder auf dem Platz, macht mittlerweile richtig Spaß. Alleine ohne seine Freundin Dayleen (unser zweites Pferd), fällt ihm das Stillstehen etwas schwer – ich denke das wird sich auch nicht mehr legen, vorallem unter der Sonenbank meint er seine Runden abtanzen zu müssen… …grr das macht mich wahnsinnig 😉 Wenn Dawiano mal wieder in sein altes Verhaltnesmuster zurück fällt und sich aufbläht und aufregt dann sieht man ganz viel weiß in seinen Augen. Er hat einen „verrückten Blick“ und daran erkenne ich bestens seine Tagesverfassung, wenn er ruhig und relaxt ist, sieht man kein weiß und das Auge wirkt ruhig und gelassen.

 

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Als alles super lief, wir endlich als Team Fortschritte machten, wurde er lahm; die Schock-Diagnose beidseitig entzündete Hufrolle, weit fortschritten! 2014 sind wir zum Reiten kaum gekommen. Von Januar bis Oktober war er immer wieder leicht bis stark lahm. Nach einem 3/4 Jahr Behandlung, Umstellung der Eisen usw. läuft er lahmfrei und wir haben die Dressur-Arbeit wieder aufgenommen. An schlechten Tagen ist er sehr fest und steif, dann reite ich Ihn locker vorwärts-abwärts oder gehe einfach ins Gelände … …oder lasse ihn einfach in Ruhe!

 

 

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Einmal die Woche läuft er an der Doppellonge und wird vom Boden aus „auf den Hintern gesetzt“. Springen ist absolut tabu aber wir (unter Anleitung von Silvana Wessig) machen ein wenig Gymnastik über Cavallettis, das tut ihm und seinem Rücken sehr gut. Ich achte sehr darauf dass er im Rücken fit bleibt, da Verspannungen im Rücken nicht grad von Vorteil für seine Hufrolle sind. Mein Ziel ist es, dass er trotz seiner Hufrollenerkrankung alt wird und dabei fit bleibt und wir Dressurmässig weit kommen! Das wäre sogar ein kleines Wunder für mich, da ich letztes Jahr (als es mit der Hufrolle so schlimm war)  sehr verzweifelt war und dachte er wäre nicht mehr reitbar! (rechts oben seht Ihr auch ein Foto von uns beiden zusammen 🙂 )  

Silvana Wessig

Die letzte im Bunde bin ich  🙂  … Silvana Wessig und an meiner Seite befindet sich der jetzt 5 jährige dunkelbraune Westfalenwallach Cash Flow von Captain Fire aus einer Pik Labionics Mutter. Ich muss zugeben, Cash ist mein erstes eigenes Pferd. Als Berufsreiter hat man ja das Glück fast den ganzen Tag auf dem Pferderücken zu sitzen und viele verschiedene Pferde zu reiten … und das nicht selten von früh bis abends, um die 6 Tage die Woche. Somit hatte ich bisher kein eigenes Pferd vermisst. Doch wenn man viele junge Pferde angeritten und bis zu einem bestimmten Punkt ausgebildet hat und deren Entwicklung mitverfolgt hat, wie sie immer besser werden, immer mehr Spaß machen … diese dann aber irgendwann weiter verkauft werden oder an einen anderen Reiter übergeben werden, kommt dann doch mal das Bedürfniss ein junges Pferd zu haben was man behalten kann. ….. Und so ist es bei mir passiert. Ich wollte endlich das eigene Pferd haben was ich mir selbst ausbilden kann. Somit ging ich im Herbst 2013 auf die Suche. Bei einem Springpferde-Züchter in Plettenberg wurde ich direkt fündig. Ich hatte mir mehrere drei- und vierjährige Pferde angeschaut, aber bei Cash war es irgendwie Liebe auf den ersten Blick. Er trabte sehr gut für ein Springpferd, aber der Rechtsgalopp schien ihm irgendwie schwer zu fallen. Egal dachte ich mir, nichts unbedingt Ungewöhnliches für ein rohes junges Pferd. Als er dann von allein zu mir trabte und vor mir stehen blieb wusste ich, das ist Meiner! Kurze Zeit später war der Kaufvertrag unterschrieben und im Februar 2014 holte ich ihn ab. Er war zwar schon 4 Jahre aber ich ließ ihm trotzdem ein paar Wochen Zeit sich erstmal einzugewöhnen und machte nur etwas Bodenarbeit damit wir uns kennenlernen und er mich als Ausbilder, Freund und Vertrauensperson akzeptiert. Cash ist sehr aufmerksam, freundlich zu Jedem und relativ unerschrocken. Er hatte von Anfang an ein gewisses Urvertrauen in alles, egal wie groß und laut es war. Mittlerweile findet er dann doch gewisse Dinge etwas komisch und begutachtet sich das ein oder andere lieber erstmal aus der Ferne. Doch die Neugier siegt meistens und dann wird sich alles angeguckt und in der Regel für ungefährlich befunden. Eine schöne Charaktereigenschaft wie ich finde 😉  Außerdem ist er ein richtiger Schmuser. Er liebt die Streicheleinheiten von jedem der an seine Box oder auf den Paddock kommt (auf der Wiese frisst er lieber sein Gras 🙂 ) Im Frühjahr habe ich dann angefangen ihn schonend anzureiten. Sobald ich auf ihm drauf saß war er totbrav. An der Longe konnte er schon mal gut buckeln und den Hintern ziemlich weit in die Luft  schmeißen … nicht so angenehm wenn man drauf sitzt.  😀  Anfangs war Cash sehr schief und hatte einige Blockaden (er sah aus als hätte er einen Karpfenrücken) die wir dann mit mehreren Behandlungen in den Griff bekommen haben. Deshalb konnte er in der ersten Zeit auch nicht rechts im Handgalopp angaloppieren. Doch das „Problem“ haben wir neben den guten ostheopatischen Behandlungen mit entsprechendem Training und Muskelaufbau in den Griff bekommen. Nun ist Cash ein sehr arbeitswilliges und fein zu reitendes Pferd, er möchte immer alles richtig machen! Wenn er an einem Sprung einen Fehler hatte, ist er am nächsten doppelt vorsichtig. Eine super Eigenschaft für ein Springpferd!

 

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Ich versuche ihn sehr abwechslungsreich zu trainieren … dazu gehört dressurmäßige Arbeit, Cavalettitraining, Springgymnastik, Konditionstraining im Gelände und Arbeit an der normalen Longe mit Kappzaum und an der Doppellonge. Dieses Jahr ist seine erste Turniersaison. Cash wird vorallem Aufbauprüfungen für junge Pferde gehen um sich erstmal an die Turnieratmosphäre zu gewöhnen. Hauptsächlich möchte ich ihn in der Zukunft unter dem Springsattel vorstellen, aber geplant sind auch Dressurprüfungen, die er aufgrund seiner elastischen und

 

 

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schwungvollen Bewegungen gut gehen kann. Ich bin gespannt was die Zukunft mit meinem Partner noch alles bringt.… und freue mich schon sehr darauf! 

Sie ist das Herz von Horseland, mit viel Liebe und vor allem jahrelangen Erfahrung führt sie erfolgreich ihr Reitsportgeschäft. Sie selbst reitet seit 23 Jahren, besitzt zwei Pferde, um die sie sich, neben zwei Katzen und ihrer geliebten Jill, einer Straßenhündin – die sie aus dem Tierheim gerettet hat – fürsorglich kümmert. Ihre Devise lautet: „Erst das Pferd, dann der Reiter“
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