Was ist zu beachten – für Reitanfänger

Wie komme ich an ein Reit /Schulpferd? Am besten Bekannte, Freunde oder in einem Reitsportfachgeschäft fragen. Reitsportfachgeschäfte kennen alle Reitbetriebe, Reitschulen und arbeiten mit  Reitvereinen zusammen. Was brauche ich für meine erste Reitstunde als Grundausstattung?

Helm

Eine vernünftige und gut sitzende Reithose und Schuhwerk sind wichtig aber all dem steht der Reithelm. Es sollte auch ein passender, der Kopfform angepasster Reithelm sein. Nicht jeder Reithelm ist für jede Kopfform gemacht. Der eine ist für einen runden, der andere für einen ovalen Kopf. Es gibt nichts schlimmeres, wenn der Helm beim Sturz oder im Galopp, beziehungsweise später beim Sprung, nicht mehr da ist wo er hingehört.
Zu achten ist bei Reithelm auf die Norm! Die bisherige Norm EN1384 ist seit 15.12.2014 ungültig. Reithelme nach alter Norm dürfen nur noch verkauft werden, wenn sie vor dem 15.12.14 produziert wurden. Die endgültige neue Norm soll nach derzeitigen Angaben 2017 veröffentlicht werden. Bis dahin gilt eine Übergangsnorm „VG1 01.040 2014-12“ (kurz auch „VG1“ genannt).

Ein Helm kann und muss Leben retten.

Wir verurteilen sehr, wenn unerfahrene Eltern oder andere Personen einfach einen Helm im Internet bestellen – sowas sollte immer vom Fachmann angepasst werden. Wir können es gut verstehen wenn Anfänger nicht so viel Geld investieren möchten, da man nicht weiß ob man oder Kind dabei bleibt – aber am Helm sollte man nicht allzu viel sparen, lieber dann an der restlichen Bekleidung. Es gibt schon gute günstige Helme ab 40 €.

Schuhwerk

Als nächstes sind feste Schuhe mit einem leichten Absatz, ohne Reißverschluss oder mit Reißverschluss mittig oder hinten – aber nie innen. Der Absatz verhindert das Durchrutschen der Füße im Steigbügel, gerade unerfahrene Reiter haben oft Probleme, die Balance zu halten und rutschen mit den Füßen durch. Für den Anfang ist auch eine Kunstleder (Gummi)- Stiefellette oder günstige Zugstiefelletten zu empfehlen. Es gibt auch günstige Gummireitstiefel. Schon ab 40 € bekommt man gutes und vernünftiges Reit-Schuhwerk.

Reithose

Eine einfache Reithose, für mehr Halt im Sattel, wäre auch vom großen Vorteil. Da der ungeübte und anfängliche Reiter seinen Körper noch nicht dem Rhythmus des Pferdes anpassen kann, passiert es ganz schnell dass man im Sattel hin und her rutscht und nicht fest im Sattel sitzt. Eine Hose mit Vollbesatz (d.h. ein Kunstleder ähnliches Material am Hintern und an den Innenseiten der Oberschenkel, Knie und Waden) gibt einem Halt im Sattel und verhindert Druckstellen und Abschürfungen am Gesäß und an den Beinen. (Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie ist es ist wenn man in einer Jeanshose oder Leggings versucht zu reiten, wunde und  blutige Knie sind keine Seltenheit.) Eine gute einfache Baumwoll- Reithose mit Vollbesatz gibt es für Erwachsene ab circa 50 € und für Kinder ab 40 €.

Reithandschuhe

Ein erfahrener, guter Reiter kommt oft ohne Reithandschuhe aus. Da er so mehr Gefühl für den Zügel und das Pferdemaul hat. Dem Anfänger ist es zu empfehlen, einen rutschhemmenden Handschuh zu kaufen. Wenn man noch nie einen Zügel in der Hand hatte und vor allem noch nicht das Gefühl dafür hat, bietet ein Kunstleder-Grip-Reithandschuh Schutz vor Schwielen und Blasen. Es sollte wirklich ein Grip-Reithandschuh sein denn sonst rutscht einem der Zügel aus der Hand, wenn das Pferd mal den Kopf runter zieht. Es gibt viele verschiedene Modelle. Ein guter PU Kunstlederhandschuh fängt bei circa 15 € an. Man sollte Handschuhe wählen die sich in der Waschmaschine oder Handwäsche waschen lassen, da man beim Reiten an der Hand schwitzt und Reithandschuhe schnell anfangen zu riechen.

Sicherheitssturzweste

Manche Eltern wünschen ihre Kinder mit einer Sicherheitssturzweste auszustatten.

Ganz wichtig:

Eine Sicherheitsweste muss gut sitzen, darf nicht zu klein oder zu groß sein. Und noch mal: wir raten davon ab Sicherheitssachen wie Weste und Helme im Internet zu bestellen, denn das kann böse enden. Eine Sicherheitsweste schütz beim Sturz vor Rippen-, Brustkorb- und Wirbelsäulenbrüchen. Die ersten Modelle bestanden aus einem starren Panzer, der zwar Sicherheit geboten hat aber sehr unangenehm und steif war. Die neuen Sicherheitswesten sind beweglicher und ergonomischer geworden. Vereinfacht gesagt; sie bestehen aus mehreren Lamellen die sich dem Körper anpassen und jegliche Bewegung auf dem Pferd zulassen und nicht behindern. Ganz wichtig: auf die Sicherheit Zertifizierung Level 3 achten. Die Zertifizierung erfolgt nach neuesten Sicherheitsstandards für Sicherheitswesten. Bitte keine Billigware aus dem Ausland kaufen!!! Gute Sicherheitswesten kosten für Kinder ab 80/90 €, Erwachsene ab 100 €. Es gibt auch Rückenprotektoren. Ursprünglich aus dem Motorradsport kommend, die wie ein Rucksack sitzen und nur die Wirbelsäule schützen. Sie sind aus viskoelastischem Weichschaum der stoßdämpfend ist. Diese Protektoren sind anatomisch geformt, müssen und sollten aber auch vom Fachmann angepasst werden. Sie sind eine gute Alternative zu den Sicherheitswesten und kosten für Kinder und Erwachsene ab circa 90 €.

Sie ist das Herz von Horseland, mit viel Liebe und vor allem jahrelangen Erfahrung führt sie erfolgreich ihr Reitsportgeschäft. Sie selbst reitet seit 23 Jahren, besitzt zwei Pferde, um die sie sich, neben zwei Katzen und ihrer geliebten Jill, einer Straßenhündin – die sie aus dem Tierheim gerettet hat – fürsorglich kümmert. Ihre Devise lautet: „Erst das Pferd, dann der Reiter“
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