„Strahlfäule – die schleichende Gefahr -“ Behandlungsmöglichgkeiten

Da sind wir wieder mit dem zweiten Teil über Strahlfäule. Wir wollen euch nun ein paar Produkte vorstellen mit denen ihr die Strahlfäule bei eurem Pferd wirkungsvoll bekämpfen könnt.


Wie bereits im ersten Teil erwähnt, kommt man immer mehr von jahrelang angewendeten Produkten wie Jodoformether, Kupfervitriol oder ethanolische Jodlösungen weg. Grund dafür war, dass sie eine starke Fettlösekraft besitzen und so dem Huf die Feuchtigkeit entziehen. Dadurch wird die Hufmechanik massiv beeinträchtigt und das Horn kann spröde und rissig werden. In die neu entstandenen Risse wandern somit wieder Bakterien ein und die Strahlfäule kann sich weiter ausbreiten. 

Also ging man neue Wege mit neuen bereits erprobten Produkten. Wir sind zum Beispiel zu 100% von Keralit überzeugt. Der Name Keralit steht bereits seit 1990 für Zuverlässigkeit und Qualität.
Speziell für Strahlfäule gibt es von Keralit das Strahl-Liquide, welches wirkungsvoll Hornzersetzungsprozessen entgegen wirkt. Keralit Strahl-Liquide ist eine flüssige gut anhaftende Strahlpflegelösung speziell für die Problemzonen des Hufstrahls und der weißen Linie. Gleichzeitig pflegt und regeneriert es das geschädigte und  zersetzte Horn, besonders bei aufgeweichten, übelriechenden mittleren und seitlichen Strahlfurchen.

Keralit Strahl-Liquide beugt Hornschäden vor, indem schädliche Einflüsse aus der Stalleinstreu (Ammoniak) neutralisiert werden und Mikroorganismen, welche maßgeblich an der Hornzersetzung beteiligt sind, ferngehalten werden. Das Strahlhorn wird bereits nach 3-4tägiger Anwendung fester, die Strahlfurchen trocknen aus. Durch die dünnflüssige Konsistenz kann Strahl-Liquide gut und tief in die Strahlfurchen und zerklüftete Hornsubstanz eindringen. Zur vollen Wirkung genügt ein einfaches Benetzen des Hornes mit der Flüssigkeit.

Das Strahl Liquide ist eine dünnflüssige wasserlösliche Wirkstoffkombination mit diversen Gerbstoffen und Salzen. Die Wirkungsweise des Strahl-Liquide beruht vorwiegend auf einer Änderung des Millieus, welches die hornzersetztenden Keime benötigen um Stoffwechsel zu betreiben. Wie bereits im ersten Teil erwähnt, mögen es diese Keime am liebsten alkalisch, warm , feucht und anaerob. Mit der Verwendung von Keralit Strahl-Liquide wird das Horn an seiner Oberfläche für diese Keime unverdaulich. Durch die Gerbung der obersten, geschädigten Hornschicht erreicht man eine geänderte molekulare Struktur des Horns, die enzymatische Verdauung der Keime passt dann nicht mehr zum zu verdauenden Eiweiß (Keratin). Praktisch wird den Keimen die Lebensgrundlage entzogen. Ebenso findet eine Gerbung der Keimhüllen statt, da diese auch aus Proteinen bestehen. Eine Abkapselung vorhandener Keime kann somit nicht stattfinden. Es ist kein Kupfersulfat, Jodoform oder ein Antibiotika enthalten.

Anwendungsweise: So wie es im ersten Teil beschrieben ist, mit einem Tupfer oder kleinen Lappen über einem Holzmundspatel (o.ä. wie Holzstiel vom Eis) Strahlfurchen trocken gründlich säubern. Dann einige Tropfen Keralit Strahl-Liquide mit der Dosiernase in die Strahlfurchen geben. Die Strahlfurchen mit dem Spatel vorsichtig weiten, damit die Flüssigkeit auch in die untersten Taschen fließen kann. Anfangs die Anwendung täglich für 3-4 Tage wiederholen, dann die Abstände zwischen den Anwendungen nach und nach länger werden lassen. Zur Vorbeugung genügt einmal pro Woche.

Keralit Strahl-Liquide gibt es in der 250ml Dosierflasche mit praktischem Tropfverschluss.

Ist der Hornzersetzungsprozess durch die Strahlfäule bereits sehr weit fortgeschritten oder hat euer Pferd generell eine schlechte Hufqualität, empfehlen wir (zusätztlich) Keralit Huffestiger.
Zur Verbesserung der Hornqualität werden oft Vitamine und Spurenelemente gefüttert, diese haben aber nur Einfluss auf die Hornqualität solange dieses gebildet wird und ein Mangel an essentiellen Nährstoffen überhaupt besteht. Unterhalb des Kronrandes besteht das Horn aus „totem Zellmaterial“, das durch die Nährstoffe aus der Blutbahn nicht mehr erreicht werden kann. Wird am Kronenrand gesundes Horn gebildet vergeht nahezu ein Jahr bis dieses den Tragerand erreicht. Die Hornschädigungen entstehen beim barhufigen wie auch beim beschlagenen Pferd primär am Tragrand- und im Nagelbereich.

Durch die Anwendung von Keralit Huffestiger wird das Horn gefestigt und wesentlich strapazierfähiger. Bereits nach zweiwöchiger Anwendung bemerkt man in diesen Bereichen ein leicht glänzendes Aussehen des Horns sowie einen festeren Klang der Hufe auf hartem Boden. Der Hornabrieb barhufiger Pferde wird stark vermindert, Tragrand, Sohle und weiße Linie werden wesentlich fester und belastbarer. Die Eisen beschlagener Pferde sitzen fester, der Huf wird geschont.
Durch die Anwendung von Keralit Huffestiger werden die schädlichen Einflüsse durch Mikroorganismen wie z.B. Auslöser der „white Line diesease „ (Zersetzung der weißen Linie) stark vermindert, da das Horn für die verantwortlichen Mikroorganismen unverdaulich wird. Dies ist besonders bei bereits geschädigtem Horn von großer Wichtigkeit. Hier wird noch brauchbare Hornsubstanz stabilisiert und weitere Schädigung vermieden.

Die Festigkeit und Abriebbeständigkeit des Hufhornes wird erhöht, ohne den Hufmechanismus und den natürlichen Wasserhaushalt zu beeinträchtigen. Keralit Huffestiger hinterlässt keinen Wasser undurchlässigen Überzug wie viele andere Hufschutzpräparate, z.B. UV-Lacke oder Klebstoffe Öle oder gar Fett. Der Huffestiger stabilisiert nur die Keratinmoleküle direkt an der Hornoberfläche, so dass die Schichtdicke des stabilisierten Hornes ca. 0,4-0,5mm bei gesundem Horn beträgt. In Risse und Spalten kann der Huffestiger durch seine dünnflüssige Form leichter eindringen. Dies verhindert weitere Hornzersetzungsprozesse auch bei abgedeckten Hornschäden. Z.B. auch unter dem Hufeisen.
Es wird somit nur das Horn, welches direkt mit Abrieb oder mit Schadstoffen wie Ammoniak, Bakterien und Pilzen konfrontiert wird stabilisiert. Eine unnatürliche Aufhärtung des Hornes oder Austrocknung, welche eine Verminderung der Elastizität der Hornkapsel bedeuten würde, findet nicht statt.

An jeder Flasche Keralit Huffestiger befindet sich eine Gebrauchsanweisung die genau eingehalten werden soll. Die Behandlung erfolgt in der Regel 1-2mal wöchentlich. Bei extremer Hornzersetztung anfangs auch jeden 2.-ten Tag.
Die Flasche beeinhaltet 250ml, ausreichend für ca. 3-4 Monate (Warmblut, barhufig), bei beschlagenen Pferden bis zu 6 Monate.

Ein weiteres sinnvolles und erfolgreiches Produkt ist Keralit-Undercover, welches ursprünglich nur für Schmiede, Hufpfleger und Tierärzte vorgesehen war. Die Pferdebesitzer selbst haben Undercover dann beim Schmied entdeckt und über ihre Erfolge und Erfahrungen in Foren berichtet, Mit erstaunlichem Erfolg. Keralit Undercover ist eine gut anhaftende, feste Hufpflegepaste, bestehend aus pflanzlichen Gewürzen wie Kurkuma, hochdispersen mineralischen Stoffen sowie Rindenextrakten verschiedener Baumarten, z.B Eichenrinde. Die verwendete Salbengrundlage sichert ein gleichmäßiges Freiwerden der Wirkstoffe über 6-8 Wochen. Keralit undercover ist speziell zur Vermeidung und Behandlung von Hornzersetzungsprozessen im weiße Linien-, Sohlen-, Eckstreben und Strahlbereich einsetzbar. Ebenso bei Hornsäulen und hohlen Wänden. Keralit undercover gibt über die gesamte Beschlagsperiode fäulnishemmende Wirkstoffe ab, vermehrt dann, wenn von außen z.B. durch Waschen der Hufe oder aus der Einstreu, Nässe unter den Beschlag gelangt. Bei der Verwendung von KERALIT-undercover wird das Milieu unter Platte und Silicon über die Beschlagsperiode so verändert, dass sich keine Zersetzungsprozesse durch Ammoniak oder Mikroorganismen mehr bilden können, übelriechende Fäulnis wird verhindert, das Horn sicher stabilisiert. Keralit undercover enthält kein Jodoform oder Kupferverbindungen.hufe-keralit

Keralit undercover wird einfach nach dem Ausschneiden und Entfernen faulig-loser Hornsubstanz in die entstandenen Hohlräume gespachtelt, bei Beschlägen mit Platte und Silikoneinlagen kann die Sohle und der Strahl mit eingestrichen werden. Die weitere Beschlagsarbeit erfolgt wie gewohnt.

Strahlprobleme – Sinnvolle Strahlbehandlung bei Offenstallhaltung.
Undercover wird auch gerne zur Vermeidung und Behandlung bei Hornzersetzung im Strahlbereich verwendet. Hier ist es besonders gut für Pferde in Offenstall- bzw. bei Koppelhaltung geeignet, da es über mehrere Tage in den Strahlfurchen verbleibt und auch bei nasser Witterung in den Srahlfurchen haftet. Eine tägliche Behandlung ist daher nicht nötig.

Hohle und Lose Wände -Erfolge auch entgegen der Lehrmeinung
Erstaunliche gute Ergebnisse bei extremen und langwierigen Wand- und Strahlfäuleproblemen erzielt man, wenn man diese Hufe mit Kunststoffplatten und Silikonenlagen unter Verwendung von Keralit-undercover beschlägt.

Ohne die Verwendung von Keralit Undercover ist ein Beschlag mit Platten und Silikonfüllung bei Hufen mit schlechter Hornqualität nicht angebracht, da sich die schädigenden Mikroorganismen (Bakterien und Pilze) abgeschlossen ohne Licht und Luft erst recht vermehren und das Horn zersetzen. Einige Pferde sind aber zur Behandlung von Sehnen oder Gelenkserkrankungen auf orthopädische Beschläge angewiesen, obwohl starke Hornzersetzungsprozesse in Wand- und Strahlbereich vorhanden sind. Bei weiteren normalen Beschlägen sind die Probleme nicht in den Griff zu bekommen.
In diesen speziellen Fällen hat sich Keralit undercover als ideal in Verbindung mit einer geschlossenen Kunststoffplatte mit Silikonfüllung erwiesen. Durch die Verwendung von Keralit-undercover entsteht in dem kleinen Raum zwischen Hufhorn und Silikon ein Millieu, welches die weitere Hornzersetzung selbst über 7-8 Wochen sicher unterbindet. Durch die Silikonfüllung fällt das Undercover nicht raus und Schmutz und Feuchte aus der Einstreu kommen nicht rein. Der Huf kann gesund nachwachsen.
Dose mit 235g
Dopinghinweis: FN-ADMR bei sinngemäßer Anwendung auf Horn keine Wartezeit

Ihr könnt alle Produkte von Keralit über uns beziehen. Was wir nicht vorrätig haben, bestellen wir gern für euch.
Habt ihr schon Produkte von Keralit angewendet? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?


Und eins solltet Ihr niemals vergessen; Hygene in der Box (am besten keine Matratzenhaltung und tägliches Ausmisten) und regelmässiges & achtsames Hufeauskratzen und Hufpflege vom Schmied (korrekter Beschlag) ist immer noch das A und O!!!

Silvana Wessig das Horseland-Team und war bis 2013 als Bereiterin in Australien tätig. Sie bietet (neben ihrer Beschäftigung bei Horseland) mobilen Reitunterricht und Beritt an. Sie berät Sie sehr gerne bei Problemen und Fragen rund um das komplexe Thema PFERD.
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