Der Huf, ein komplexes Thema

Die Hufe eines Pferdes sind ein elementar wichtiger Körperteilteil des Pferdes. Ohne die „geht“ wortwörtlich gar nichts. Der Huf und seine Beschaffenheit ist ein komplexes Thema, so dass wir euch ein wenig in die Welt des Hufes entführen und zeigen möchten wie wichtig gute Pflege ist. Wie sagte Ludger Beerbaum so schlau: „ohne Huf, kein Pferd“!

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Anatomie des Hufes

Jeder Huf ist ein lebendes Gewebe. Um genau zu verstehen wie der Huf aufgebaut ist, hier ein detailliertes Bild eines Hufes.

Der Huf eines Pferdes welches in feuchten Gebieten steht. Danke an die Fotografin.

 

Die Funktion eines Hufes ist sehr vielfältig. In erster Linie trägt er, ähnlich eines Schuhes, das Gewicht des Pferdes. Er wächst ständig nach und gibt dem Pferd in der Natur genug Halt auf unebenem Untergrund. Er ist so aufgebaut, dass das Pferd rutschfest steht und die Gegebenheiten des Bodens erkennen kann.
Zwischen Wandlederhaut und Sohlenlederhaut sind Pferde sehr empfindlich, weil dort die  Nervenbahnen sehr dicht verlaufen (weiße Linie).

Unebenheiten werden direkt der Kronwulst mitgeteilt, die mit den Sehnen und Bändern verbunden sind und so können Pferde im Normalfall(!) nicht umknicken.

Außerdem ist der Huf ein Stoßdämpfer der teilweise bis zu 1500 kg, je nach Gangart, abfedern muss.
Die Kräfte, die auf den Huf einwirken, werden durch die Flexibilität des Hufaufbaus abgefangen, wie bei einem Stoßdämpfer am Auto.

Der Huf lebt

Der Huf unserer Pferde lebt. Er wächst pro Monat bis zu 1cm d.h. Sohlen-, Lamellen- und Strahlhorn wachsen gleichmäßig. Deswegen ist es wichtig, dass ein Hufschmied oder Hufpfleger regelmäßig die Hufe kontrolliert, ausschneidet, feilt und falls Eisen vorhanden sind, auch diese wechselt (wenn sie abgenutzt sind).

Ein guter Hufschmied ist wichtig, damit eine vernünftige, pferdegerechte Hufbearbeitung gegeben ist.

Man sagt; Pferde mit Eisen brauchen alle 6-8 Wochen den Hufschmied.  Auschneiden kann auch nach 8-10 Wochen erfolgen. Dies sind aber nur Faustformeln, manche Hufe wachsen deutlich schneller oder manche deutlich langsamer. Kommt immer auf das Pferd an…

So sollte ein gesunder Huf sein  

Ein Pferd sollte stets problemlos ohne Eisen auf unebenem Untergrund laufen können. Es gibt jedoch immer wieder Pferde, die sehr fühlig sind und im Gelände bei Untergrundwechsel  so vorsichtig laufen, dass es weder für Pferd noch für Reiter ein entspannter Ausritt wird.

Auf einen gesunden Huf sollten folgende Merkmale zutreffen:

  • ein gesunder Huf ist anatomisch geformt
  • das Hufbein ist weit oben, da die weiße Linie intakt und geschlossen ist
  • die Hufwände wachsen gerade herunter
  • an der Sohle ist eine natürliche Wölbung zu sehen
  • ohne das der Huf beschnitten wurde ist weder ein Pilz noch eine Fäulnis zu sehen

Wichtig ist auch zu beachten, auf welchem Untergrund das Pferd steht.

Ist es ein weicher, nasser Untergrund ist der Huf eher weit, hat dünne Wände und eine dünne Sohle aber einen ausgeprägten Strahl. Die Sohle ist gewölbt, damit das Pferd beim Einsinken direkt ein Gegendruck erzeugen kann und nicht zu weit einsinkt. Bei diesen Hufen tritt der Strahl und die komplette Sohle mit auf.  Dadurch werden diese Pferde oft schnell vorsichtig, wenn sie über steinigen Boden laufen und suchen eher den weichen Untergrund.

Ist es aber ein harter, abriebintesiver Boden sind die Wände eher steil und unten abgerundet. Die Eckstreben sind stärker bis stark ausgebildet. Der äußere Sohlenbereich ist so ausgelegt, dass er beim Laufen mit auftritt, dafür gibt es dann keinen Tragrandüberstand. Der Strahl ist bei diesen Pferden sehr prominent und ausgehärtet durch den Bodengegendruck. Oft sind die Seitenwände kürzer als der Rest, dadurch heben diese ein wenig. Man nennt das auch Mustangsenke. Sohle und Horn sind sehr dick und hart.

Wie pflegt man seinen Huf richtig ?

Am wichtigsten ist, Hygiene und eine ausgewogene Ernährung (darüber haben wir bereits hier geschrieben). Und Pferde sollten unter artgerechten Bedingungen gehalten werden, täglicher Auslauf und unterschiedliche Bodenverhältnisse „massieren“  den Huf. Für die tägliche Pflege des Pferdehufes ist die Stallhygiene am wichtigsten d.h. saubere, trockene Pferdeboxen, anständige Boxenpflege und ein bewusst gewähltes Einstreu. Oft ist dadurch eine gesunde Grundlage für den Huf gegeben. Das reicht euch nicht? Dann…

…kommen wir nun zu den Zusatz und Pflegeprodukten.

Für die Pflege mit Zusatzprodukten empfehlen wir im Winter Huföl. Wenn es auf den Paddocks matschig ist und es generell feuchter ist, werden Hufe schnell schwammig und bekommen mehr Feuchtigkeit ab als sie sollten. Das Öl verschließt die Poren des Hufes und schützt ihn so vor zu viel Feuchtigkeit und z.B. Strahlfäulen. Probiert dafür gerne unser Huföl aus dem Shop aus. Wichtig ist wenn ihr die Produkte benutzt , dass ihr die Hufe vor der Anwendung sauber macht. Unser Öl verfügt über antibakterielle Bestandteile, wodurch Hufkrankheiten vorgebeugt werden. Es schließt die Nässe aus, gibt dem Huf aber die Feuchtigkeit und Elastizität die er braucht. Laut Studie soll sich die Qualität der Hufe, bei täglicher Anwendung, innerhalb 4-5 Wochen verbessern.

Im Sommer empfehlen wir ein Feuchtigkeitsspendendes Balsam. Was den Huf unterstützt und ihm bei den trocken Temperaturen genug Feuchtigkeit gibt, damit er nicht brüchig wird. Das Balsam sollte die Poren nicht verschließen, denn so bleibt der Huf elastisch.  Wir haben ein ganz tolles neues Leovet Huflab Öl Balsam mit Biotin. Das trägt man 2-3 Mal die Woche auf und nach 2 Wochen sieht man schon erste Ergebnisse.

Sollte euer PFERD schlechte Hufe haben, empfehlen wir euch Hufvital! Meiner Meinung nach das allerbeste Zusatzfutter. Mein Tierarzt hat es mir bereits vor vielen vielen Jahren empfohlen und meine Pferde bekommen es regelmäßig als Kur. Seit dem habe ich nie wieder Probleme mit schlechten Hufen gehabt.
Das Hufvital haben wie euch bereits in einem seperaten Artikel vorgestellt. http://pferdewiese.com/wir-haben-fuer-euch-getestet-das-huf-vital-von-atcom/

Wir haben für Euch getestet – das Huf-Vital von Atcom.

 

Wie pflegt ihr die Hufe von eueren Lieben? Pflegt ihr überhaupt?
Erzählt uns von euren Tipps oder euren Lieblingsprodukten!

 

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